Viele lästern, das Wort TEAM steht für „toll ein anderer macht‘s“. Diese Einstellung wird in der Fachsprache als „social loafing“ - auf Deutsch „soziales Faulenzen“ bezeichnet. Beim sozialen
Faulenzen wird keiner selbst aktiv. Jeder wartet auf den Einsatz der anderen. Diese Haltung belastet nicht nur die Teamleitung, auch die Teammitglieder selbst leiden darunter. Die Folgen
sind häufige Streitereien und Konflikte. Für Führungskräfte und Teamleiter ist es deshalb wichtig, dieser Haltung vorzubeugen bzw. gegenzusteuern. Wie soziales Faulenzen entsteht ist
wissenschaftlich gut untersucht. Die Ursachen können durch einfache Maßnahmen beseitigt werden:
Die Ursachen von sozialem Faulenzen im Team und Tipps zum Gegensteuern
Soziales Faulenzen wird vor allem durch folgende Faktoren begünstigt:
Verantwortungsdiffusion:
Verantwortungsdiffusion entsteht immer, wenn es keine klaren Strukturen, Verantwortungsbereiche und Regeln gibt. Sind Prozesse und Verantwortungsbereiche nicht eindeutig geregelt, bleibt unklar,
wer genau für einen Vorgang, eine Aufgabe oder eine Entscheidung verantwortlich ist. Alles ist dann vage und beliebig. Besonders Mitarbeiter/innen die wenig leisten, können sich dann gut
verstecken.
Nichtidentifizierbarkeit bzw. Nichtbewertung des eigenen Beitrags:
„Ich strenge mich an, aber keiner sieht‘s“. Wenn Mitarbeiter/innen eines Teams diesen Eindruck haben, werden sie ihr Engagement reduzieren. Warum sich auch anstrengen, wenn der Einsatz werde
bemerkt, noch gewürdigt wird? Diese Haltung entsteht, wenn Führungskräfte die Leistung ihrer Mitarbeiter/innen zu wenig beobachten oder Engagement zu wenig anerkennen.
Empfundene Unausgewogenheit der Beiträge, d.h. das Gefühl, man leistet mehr als die anderen:
„Ich bin die oder der Einzige, der sich hier engagiert. Alle anderen schieben eine ruhige Kugel – und kommen damit durch. Warum soll ich mich also noch anstrengen?“ Dies fragen sich
Mitarbeiter/innen, wenn sie das Gefühl haben, dass es keine Konsequenz hat, wenn wenig Leistung erbracht wird oder wenn die Regeln nicht eingehalten werden.
Empfundene relative Unwichtigkeit des eigenen Beitrags:
Hier haben die Mitarbeiter den Eindruck, es bringt nichts, wenn ich mich engagiere. Der eigene Beitrag scheint so geringe Auswirkungen zu haben, dass er sich nicht lohnt. Ein typisches Beispiel
ist das Thema Sauberkeit der Kaffeeküche. Häufige Denkmuster sind dann, „Es bringt doch nichts, wenn ich hier sauber mache, die anderen lassen sowieso ihren Dreck wieder liegen“.
So vermeiden Sie als Führungskraft in Ihrem Team die Haltung „toll ein anderer macht‘s“:
Als Führungskraft oder Teamleitung können Sie dem Phänomen des Sozialen Faulenzens mit folgenden Maßnahmen gegensteuern: